Emerson Network Power trennt beim Thema Cloud Computing Behauptungen von Tatsachen
Halten weit verbreitete Annahmen über Cloud Computing einer genaueren Betrachtung stand?
Die Cloud („Wolke“). Bei diesem Namen denkt man unweigerlich an undurchsichtigen Nebel, der niemals greifbar ist. Auch Cloud Computing kann ähnlich mysteriös auf den Betrachter wirken. Bevor man sich diesem für viele teilweise noch unbekannten Bereich der IT nähert, sollte man zunächst den Rummel, der darum veranstaltet wird, von der Wirklichkeit trennen. Emerson Network Power, ein Unternehmen von Emerson (NYSE: EMR) und ein weltweit führender Anbieter für die Maximierung der Verfügbarkeit, Kapazität und Effizienz kritischer Infrastrukturen, hat einige weit verbreitete Annahmen über Cloud Computing unter die Lupe genommen und heute die Ergebnisse dieser Untersuchung präsentiert.
„Cloud Computing ist eine leistungsfähige und wichtige Technologie für die heutige Unternehmenswelt, doch wie jede Technologie muss diese sinnvoll eingesetzt werden, um seine Vorzüge ausspielen zu können“, so Blake Carlson, Vice President of Global IT Markets für die Avocent -Lösungen von Emerson Network Power. „Verantwortungsbewusst handelnde Unternehmen und IT-Abteilungen nehmen sich Zeit, um sich vollständig über die Risiken und Vorteile von Cloud Computing klar zu werden, stellen allgemeine Annahmen und Fehleinschätzungen in Frage und treffen fundierte Entscheidungen, die ihren Organisationen und Kunden zu Gute kommen.“
Bei der Bewertung dieser Einschätzungen zum Thema „Cloud“ bemerkte Carlson, dass die Fachleute bei Emerson Network Power ihr Augenmerk speziell auf öffentliche Clouds gerichtet und sich dabei die einfache Frage gestellt haben: Tatsache oder nur Behauptung?
Jeder wechselt zur Cloud.
Behauptung – aber möglicherweise nicht mehr lange.
Cloud-Migration ist zwar noch kein allgegenwärtiges Thema, doch es besteht kein Zweifel, dass es sich dabei um einen starken Trend handelt, der sich künftig noch weiter verbreiten und an Bedeutung gewinnen wird. Laut einer Umfrage von Advanced Micro Devices aus dem Jahr 2011 nutzen bereits etwa 37 Prozent der Unternehmen Cloud Computing. 24 Prozent der im September 2011 im Rahmen einer Umfrage von Emerson Network Power befragten Rechenzentrumsmanager, Vertriebspartner und Techniker gaben an, dass sie in den kommenden 18 Monaten eine Cloud Computing-Strategie verfolgen bzw. umsetzen möchten.
Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht von IDC, hat der weltweite Umsatz an Public Cloud Services 2010 mehr als 21,5 Millarden USD ausgemacht. Es wird erwartet, dass dieser Umsatz bis 2015 72,9 Millarden USD erreicht.
Forrester Research Inc. nennt sogar noch optimistischere Zahlen und schätzt dass der globale Cloud-Markt bis 2020 ein Volumen von 241 Milliarden USD erreichen könnte. Das geht aus dem im April 2011 veröffentlichten Bericht ‚Sizing the Cloud‘ hervor.
Unabhängig davon, welche Zahlen sich nun als genauer entpuppen werden, ‚die Cloud‘ wird wachsen und ist keineswegs das substanzlose Gebilde, zu dem sie noch im vergangenen Jahr von einigen kritischen Stimmen erklärt wurde.
Woher rührt diese skeptische Haltung? Obwohl die Anbieter die Sicherheit und den Schutz von Daten seit Einführung des Cloud Computing erheblich verbessert haben, beschränken nach wie vor herrschende Bedenken im Hinblick auf den Zugriff auf proprietäre Daten sowie auf deren Speicherort und Übertragung die weitere Verbreitung des Cloud Computing. Die allgemeine Systemflexibilität ist ein weiterer Gesichtspunkt, der bei öffentlichen Clouds für Verunsicherung sorgt. Darüber hinaus liefern Systemausfälle bei mehreren bekannten Cloud-Anbietern einigen Unternehmen, für deren Betriebsabläufe eine einwandfreie Netzwerkverfügbarkeit obligatorisch ist, vermutlich ausreichend Argumente, sich gegen Cloud Computing zu entscheiden.
Der Wechsel zum Cloud Computing bedeutet, dass ich mir keine Sorgen mehr wegen Systemausfällen machen muss.
Behauptung.
Wenn Ihr Unternehmen zu einem externen Cloud-Anbieter wechselt, wird das Risiko eines Systemausfalls lediglich von Ihrem Rechenzentrum auf das des Anbieters verlagert. Die einzige Veränderung liegt in der Art der Kontrolle. In Ihrem eigenen Rechenzentrum kontrollieren Sie die Infrastruktur und die Verfügbarkeit Ihres Netzwerks und Ihrer Daten. Dies bringt natürlich diverse Probleme hinsichtlich Eigentümerschaft und Verantwortlichkeit mit sich, die möglicherweise im Vordergrund bei einem Wechsel zum Cloud Computing standen. Kontrolle bedeutet Verantwortung, und die Last der Verantwortung für die Gewährleistung der Netzwerkverfügbarkeit möchten sich einige IT-Manager nicht unbedingt aufbürden.
Wenn Sie zur Cloud wechseln , geht die Kontrolle über die Infrastruktur für den Schutz Ihrer Daten im Wesentlichen auf den Cloud-Anbieter über. Die statistischen Daten zur Rechenzentrumsverfügbarkeit und die IT-Infrastruktur des Anbieters müssen geprüft werden, bevor der Wechsel vollzogen wird. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Rechenzentrumsinfrastruktur des Anbieters stabiler als Ihre eigene ist, doch die jeweiligen Umstände sollten vor einem Wechsel dennoch genau unter die Lupe genommen werden, damit optimale Integrität, eindeutige Verantwortlichkeit und hieb- und stichfeste Service Level Agreements garantiert sind.
Wenn sich Ihr Unternehmen für eine eigene private Cloud entscheidet, erwirbt es möglicherweise einen gewissen Schutz vor einzelnen Serverausfällen, doch der durch einen möglichen vollständigen Ausfall des Rechenzentrums verursachte Schaden wäre dennoch enorm. Die Aufrechterhaltung einer stabilen Stromversorgungs- und Kühlungsinfrastruktur ist außerordentlich wichtig für die Unterstützung einer privaten Cloud, und Überwachung sowie die Verwaltung der Rechenzentrumsinfrastruktur gewinnen noch weiter an Bedeutung.
Schließlich sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der bloße Wechsel zu einem Cloud-Anbieter keineswegs die Möglichkeit von Ausfällen ausschließt oder Schäden verhindert, die Ihrem Unternehmen durch einen Systemausfall entstehen können. Ihre Kunden werden sich an Ihren Netzwerkausfall erinnern – nicht daran, dass der Ausfall die Schuld Ihres Cloud-Anbieters war.
Cloud Computing verringert immer Kosten und Arbeitsaufwand.
Behauptung.
Dies ist ein häufiges Argument für die Nutzung von Cloud-Diensten, doch ob dies tatsächlich zutrifft, ist von den Anwendungen abhängig, die Sie mit der Cloud unterstützen möchten. Zumindest kurzfristig ist der Wechsel zu einem Cloud-Anbieter mit beträchtlichem Arbeitsaufwand verbunden. Unternehmen, die zu einem Cloud-Anbieter wechseln, tun dies häufig, weil sie eine bestimmte Anforderung erfüllen und zuvor nicht verfügbare Ressourcen (insbesondere Server) nutzen möchten, die bei Bedarf über die Cloud verfügbar sind. Doch die Anpassung von Cloud-Dienstleistungen an die konkreten Anforderungen Ihres Unternehmens bringt einen Systemwandel mit sich, der unter Umständen schwierig zu bewältigen ist. Auch wenn die Konfiguration einwandfrei ist, ist die Ermittlung der an die Cloud zu übertragenden bzw. nicht zu übertragenden Dienste ein zeitraubender Vorgang. Daraus kann sich letztlich eine höhere Betriebseffizienz ergeben, doch der Weg dorthin kann lang sein.
In Bezug auf Kosten kam ein White Paper von McKinsey and Co. aus dem Jahr 2009 zu dem Ergebnis, dass Nutzer von Cloud-Diensten nur dann Einsparungen erzielen können, wenn sie bestimmte Plattformen in der Cloud nutzen. Andernfalls, so der Bericht, ist die Beibehaltung eines eigenen Rechenzentrums kostengünstiger. Cloud-Anbieter würden solchen Behauptungen widersprechen (bzw. haben das bereits getan), doch man kann davon ausgehen, dass hinsichtlich der unter dem Strich durch die Nutzung von Cloud-Diensten erzielbaren Kosteneinsparungen noch einige Fragen offen sind. Bei ordnungsgemäßer Bereitstellung scheint ein Einsparpotenzial wahrscheinlich, doch wie so oft steckt auch hier der Teufel im Detail.
Weitere Informationen zu Cloud Computing und den Produkten und Lösungen von Emerson Network Power zur Cloud-Unterstützung erhalten Sie unter www.EmersonNetworkPower.eu.